Geschichte des Vereins
Im Jahre 1929 setzten sich für die damaligen Verhältnisse 11 mutige
Männer zusammen einen Verein zu gründen. Sie machten sich zur Aufgabe das
Geschehen von “Hüh” und “Scheldche” an den Tag zu
bringen.
Im denkwürdigem Jagdhaus wurde der Entschluss gefasst
ihn Karnevalsverein “Mir hale Pool” (wir bleiben bei der Stange) zu nennen.
Der 1. Auftaktt war dann am Karnevalssonntag des Jahres 1930 nach der Messe in Verscheid. Aus dem Fenster des Vereinslokals Stüber (heute Paganetti) stiegen 11 Männer auf eine Bohle die man auf die Eisenstange gelegt hatte, worauf man sonst die Fahrräder abstellte. Die Kirchenbesucher, staunten nicht schlecht, als sie auf dem Nachhauseweg 11 Herren in Schwarz im “Gehste-Hinter-Mich” und Zylinder karnevalistisch aufmacht sahen.
Es waren: aus Verscheid Heinrich Brücken, Ludwig Brücken, Willi Stüber; aus Hochscheid Otto Paganetti, Anton Müller; aus Goldscheid Johann Thomas, Johann Müller; aus Hollig Lorens Seger, Johann Rams und aus Siebenmorgen Hermann Klöckner und Willi Hessler
Die Vorleser (heute Präsident) waren Lorens Seger sowie Anton Müller, die nicht zu zimperlich die lokalen Ereignisse wahrheitsgetreu vortrugen inkl. den dazugehörigen Namen. Im Gasthaus Stüber brachte man den sogenannten “Kummerkasten” an, in den jeder seine Verse einwerfen konnte, ohne zu wissen von wem die einzelnen Büttenrden waren.
Sonntagsabend war dann Kappensitzung mit 40 Pfennig Eintritt plus einem Papierhut für 10 Pfennig als “Eintrittskarte”. Dieser mußte weiterverkauft werden, sobald der Betroffene ihn wieder absetzte und statt Hut bekam er einen Stempel auf die Hand. Der Erlös kam der KG zu Gute. Es war immer viel los im Hühsches Karneval aber Geld in der Kasse kannte man nicht und es wurde meist in Getränke investiert. Die Gründer kamen aus zu diesem Zweck auf die Idee einen “Schnorres” (Schnurbart) wachsen zu lassen. Der Sieger war der, der die meisten Haare hatte. Mit 17 Haaren gewann Willi Hesseler, der Verlierer musste eine Runde zahlen.
Im Laufe der Zeit wusste man schnell wo die einzelnen Büttenreden gedichtet wurden. Dies war natürlich imalten Jagdhaus. Die Dichter kamen aus Hollig; Gertrud Seger, Katharina Beck, Katharina Rams, Maria Küpper, Lorens Seger und aus Elsbach Peter Klöckner. Aber
auch weitere Büttenredner schliefen nicht und warfen ihre Reden in den berüchtigten Kummerkasten im Vereinsgasthaus, wo man bis heute noch immer nicht weiß, wer die Verfasser waren. Karnevalskostüme wurden in Waldbreitbach bei dem Verleih Albert Lewi geholt.
Womit niemand rechnete, die selbstständigen Händler und Handwerker mußte den Verein verlassen, da sie um ihre Existenz fürchteten. Sie bekamen zu hören “Verkauft Eure Zeug an den Narrenclub!” Da es nicht an Nachwuchs fehlte ging es trotzdem weiter. Not macht bekanntermaßen erfinderisch so wurden in der Schuhmacherei Ludwig Brücken neue Pläne geschmiedet. Plakte wurden mit Bltzschwärze geschrieben und mit der Schuhmacherstanze gedruckt. Die Zeit war arm, aber schön bis der Krieg ausbrach und alles zum Stillstand kam.
Nach dem Krieg 1948 waren es die zurückgekehrten Narren, die das Vereinsleben in Bewegung brachten. Ab dieser Zeit hatte Verscheid sein erstes Prinzenpaar, ein Tradition die bis heute lückenlos besteht. Der erste Präsident war “de Börder Jupp” Josef Reuschenbach. Der Verein verfügte auch über ein Funkenmariechen, was damals schon eine Sensation darstellte. Weiterhin wurden die Hühsches Jecken in altgewohnter Art von Büttenredner zum Lachen gebracht, bis schließlich der Kummerkasten im Vereinslokal entfernt wurde und die Dichter ihre eigenen Reden vortrugen.
Damals so wie heute drängten immer mehr Jugendliche in den Verein, was nach wie vor von großer Bedeutung ist. Neue Ideen und Konzepte wurden vorgestellt, versucht und teils heute noch vorhanden, wie der Umzug am Karnevalssonntag indem das Prinzenpaar proklamiert wurde.
Ein neuer Präsident wurde gewählt, Hans Holl. Es folgten ihm Hans Linsler, Josef Müller, Hans Holl erneut, Willibald Brücken,Manfred Buhr
und derzeit Albert Giritsch mit 2.
Präsidentin Christa Bruns .
Der Verein fand zu einer Satzung in welcher sich neue Mitglieder verpflichteten einmal den Prinz zu machen als auch eine Kappensitzung vor dem Karnevalssonntag abzuhalten worin das Prinzenpaar im Vorfeld proklamiert werden sollte, was der Höhepunkt der Sitzung darstellt...auch noch heute. Ganz besonders Stolz ist die KG bis heute noch darauf, dass das Programm der Kappensitzung ausschließlich von Akteuren aus der Bevölkerung bestritten wird.1963 gründete die KG, zwischenzeitlich mit “rude Juppe” roten Jacken eine Tanzgruppe, zwischenzeitlich ein weiterer Höhepunkt im Karneval ob Hüh und Scheldche.
Bei der Gründung der “großen Wiedtaler - Karnevals - Gemeinschaft - 4 unter einem Hut” 1971 waren die Verscheider Karnevallisten unter der Führung des 1. Vorsitzenden Franz Neumann mit federführend. Der Karnevalssamstag wurde während dieser Zeit für die Sessionserweiterung mit einem Maskenball ausgefüllt. Heute findet der alljährliche Prinzenball statt, an welchem die “ruden Juppen” einen Tag “durchatmen” können und die Mitglieder im Prinzenmotto ihr Kostüm auftragen. 1990 wurde erstmalig eine Prinzenpaar, Klaus und Rita Rams, durch Losentscheid proklamiert, weil es nicht gelang bis zum Abend vor der Sitzung ein Prinzenpaar zu finden. 1991/1992 hatte das Prinzenpaar, Fred und Elke Wittlich, eine Doppelsession, da durch den Golfkrieg politisch entschieden wurde Karnevalsumzüge auszusetzen. 1993 wurde die KG aus gemeinnützig anerkannt. Um die Motivation der neuer Mitglieder wieder zu Beleben wurde der Passus der Verpflichtung zur Übernahme des Prinzenamtes gestrichen.
Die Tanzgruppe bekam ein Mitspracherecht in der KG und somit wurde die Trainerin der Tanzgruppe Margot Lau als erste Frau in die KG aufgenommen.
Der Kinderkarneval gewann in dieser Zeit ebenfalls immer mehr an Bedeutung. Dies war besonders daran zu erkennen, dass immer mehr Kinder und Eltern an den Vorbereitungen für den Kinderkarneval Freude fanden. Die Sitzung wird bis heute von einem Kinderelferrat und einem Kinderpräsident geführt. Der erste Kinderpräsident war Christoph Wester, sein Amt füllt heute Steffen Stüber aus.
Auch mit dem Wechsel ins neue Jahrtausend nahm die KG die neuen Herausforderungen der karnevalistischen Brauchtumspflege an. Neben der Tanzgarde erkannte der Vorstand unterWolfgang Rüth
weitere weibliche Mitglieder aufzunehmen.
In Eigeninitiative gründete Bea Mathey die Abteilung Bambini und Junioren der Tanzgarde ins Leben. Es wurden zusätzlich Kontakte zu weiteren Vereinen geknüpft.
Ab 2001 wurde nun auch alljährlich ein Sessionslied kreiert. Michael Stüber schreibt bis heute die Lieder, die sowohl zum Mitsingen einladen als auch die Eigenheiten des Hühsches Karneval beschreiben. Das wohl bekannteste Lied ist “He op de Hüh sin mir jebore.”
2005 wurde erstmals ein Prinzenpaar aus Breitscheid proklamiert unter dem Vorsitz von Michael Reitz.
Gleichzeitig wurde eine Internetpräsenz im weltweiten Computernetzwerk aufgebaut. Unter “www.mir-hale-pool.de” kann sich nun die ganze Welt einen Einblick in den Karneval ob Hüh und Scheldche verschaffen dank dem vereinseigenen Web-AdministratorMarco Wagner .
Im darauffolgenden Jahr 2006 erstmals ein Prinz aus Elsbach, Uwe und Tanja Lenz. Der Aktionsradius der KG erweitere sich. Somit beginnt die “heiße Phase” der KG schon mittwochs mit dem Besuch der Möhnen in Breitscheid.
Der Karneval op Hüh und Scheldche hat sich zwischenzeitlich zum gesellschaftlichen Jahreshöhepunkt entwickelt. Der Umzug wird von Jahr zu Jahr größer. Die Beteiligung hiesiger Vereine und die Bereitschaft derBevölkerung lassen die Karnevalsstimmung auf Hochtouren kommen.
Im denkwürdigem Jagdhaus wurde der Entschluss gefasst
ihn Karnevalsverein “Mir hale Pool” (wir bleiben bei der Stange) zu nennen.
Der 1. Auftaktt war dann am Karnevalssonntag des Jahres 1930 nach der Messe in Verscheid. Aus dem Fenster des Vereinslokals Stüber (heute Paganetti) stiegen 11 Männer auf eine Bohle die man auf die Eisenstange gelegt hatte, worauf man sonst die Fahrräder abstellte. Die Kirchenbesucher, staunten nicht schlecht, als sie auf dem Nachhauseweg 11 Herren in Schwarz im “Gehste-Hinter-Mich” und Zylinder karnevalistisch aufmacht sahen.
Es waren: aus Verscheid Heinrich Brücken, Ludwig Brücken, Willi Stüber; aus Hochscheid Otto Paganetti, Anton Müller; aus Goldscheid Johann Thomas, Johann Müller; aus Hollig Lorens Seger, Johann Rams und aus Siebenmorgen Hermann Klöckner und Willi Hessler
Die Vorleser (heute Präsident) waren Lorens Seger sowie Anton Müller, die nicht zu zimperlich die lokalen Ereignisse wahrheitsgetreu vortrugen inkl. den dazugehörigen Namen. Im Gasthaus Stüber brachte man den sogenannten “Kummerkasten” an, in den jeder seine Verse einwerfen konnte, ohne zu wissen von wem die einzelnen Büttenrden waren.
Sonntagsabend war dann Kappensitzung mit 40 Pfennig Eintritt plus einem Papierhut für 10 Pfennig als “Eintrittskarte”. Dieser mußte weiterverkauft werden, sobald der Betroffene ihn wieder absetzte und statt Hut bekam er einen Stempel auf die Hand. Der Erlös kam der KG zu Gute. Es war immer viel los im Hühsches Karneval aber Geld in der Kasse kannte man nicht und es wurde meist in Getränke investiert. Die Gründer kamen aus zu diesem Zweck auf die Idee einen “Schnorres” (Schnurbart) wachsen zu lassen. Der Sieger war der, der die meisten Haare hatte. Mit 17 Haaren gewann Willi Hesseler, der Verlierer musste eine Runde zahlen.
Im Laufe der Zeit wusste man schnell wo die einzelnen Büttenreden gedichtet wurden. Dies war natürlich imalten Jagdhaus. Die Dichter kamen aus Hollig; Gertrud Seger, Katharina Beck, Katharina Rams, Maria Küpper, Lorens Seger und aus Elsbach Peter Klöckner. Aber
auch weitere Büttenredner schliefen nicht und warfen ihre Reden in den berüchtigten Kummerkasten im Vereinsgasthaus, wo man bis heute noch immer nicht weiß, wer die Verfasser waren. Karnevalskostüme wurden in Waldbreitbach bei dem Verleih Albert Lewi geholt.
Womit niemand rechnete, die selbstständigen Händler und Handwerker mußte den Verein verlassen, da sie um ihre Existenz fürchteten. Sie bekamen zu hören “Verkauft Eure Zeug an den Narrenclub!” Da es nicht an Nachwuchs fehlte ging es trotzdem weiter. Not macht bekanntermaßen erfinderisch so wurden in der Schuhmacherei Ludwig Brücken neue Pläne geschmiedet. Plakte wurden mit Bltzschwärze geschrieben und mit der Schuhmacherstanze gedruckt. Die Zeit war arm, aber schön bis der Krieg ausbrach und alles zum Stillstand kam.
Nach dem Krieg 1948 waren es die zurückgekehrten Narren, die das Vereinsleben in Bewegung brachten. Ab dieser Zeit hatte Verscheid sein erstes Prinzenpaar, ein Tradition die bis heute lückenlos besteht. Der erste Präsident war “de Börder Jupp” Josef Reuschenbach. Der Verein verfügte auch über ein Funkenmariechen, was damals schon eine Sensation darstellte. Weiterhin wurden die Hühsches Jecken in altgewohnter Art von Büttenredner zum Lachen gebracht, bis schließlich der Kummerkasten im Vereinslokal entfernt wurde und die Dichter ihre eigenen Reden vortrugen.
Damals so wie heute drängten immer mehr Jugendliche in den Verein, was nach wie vor von großer Bedeutung ist. Neue Ideen und Konzepte wurden vorgestellt, versucht und teils heute noch vorhanden, wie der Umzug am Karnevalssonntag indem das Prinzenpaar proklamiert wurde.
Ein neuer Präsident wurde gewählt, Hans Holl. Es folgten ihm Hans Linsler, Josef Müller, Hans Holl erneut, Willibald Brücken,
Der Verein fand zu einer Satzung in welcher sich neue Mitglieder verpflichteten einmal den Prinz zu machen als auch eine Kappensitzung vor dem Karnevalssonntag abzuhalten worin das Prinzenpaar im Vorfeld proklamiert werden sollte, was der Höhepunkt der Sitzung darstellt...auch noch heute. Ganz besonders Stolz ist die KG bis heute noch darauf, dass das Programm der Kappensitzung ausschließlich von Akteuren aus der Bevölkerung bestritten wird.1963 gründete die KG, zwischenzeitlich mit “rude Juppe” roten Jacken eine Tanzgruppe, zwischenzeitlich ein weiterer Höhepunkt im Karneval ob Hüh und Scheldche.
Bei der Gründung der “großen Wiedtaler - Karnevals - Gemeinschaft - 4 unter einem Hut” 1971 waren die Verscheider Karnevallisten unter der Führung des 1. Vorsitzenden Franz Neumann mit federführend. Der Karnevalssamstag wurde während dieser Zeit für die Sessionserweiterung mit einem Maskenball ausgefüllt. Heute findet der alljährliche Prinzenball statt, an welchem die “ruden Juppen” einen Tag “durchatmen” können und die Mitglieder im Prinzenmotto ihr Kostüm auftragen. 1990 wurde erstmalig eine Prinzenpaar, Klaus und Rita Rams, durch Losentscheid proklamiert, weil es nicht gelang bis zum Abend vor der Sitzung ein Prinzenpaar zu finden. 1991/1992 hatte das Prinzenpaar, Fred und Elke Wittlich, eine Doppelsession, da durch den Golfkrieg politisch entschieden wurde Karnevalsumzüge auszusetzen. 1993 wurde die KG aus gemeinnützig anerkannt. Um die Motivation der neuer Mitglieder wieder zu Beleben wurde der Passus der Verpflichtung zur Übernahme des Prinzenamtes gestrichen.
Die Tanzgruppe bekam ein Mitspracherecht in der KG und somit wurde die Trainerin der Tanzgruppe Margot Lau als erste Frau in die KG aufgenommen.
Der Kinderkarneval gewann in dieser Zeit ebenfalls immer mehr an Bedeutung. Dies war besonders daran zu erkennen, dass immer mehr Kinder und Eltern an den Vorbereitungen für den Kinderkarneval Freude fanden. Die Sitzung wird bis heute von einem Kinderelferrat und einem Kinderpräsident geführt. Der erste Kinderpräsident war Christoph Wester, sein Amt füllt heute Steffen Stüber aus.
Auch mit dem Wechsel ins neue Jahrtausend nahm die KG die neuen Herausforderungen der karnevalistischen Brauchtumspflege an. Neben der Tanzgarde erkannte der Vorstand unter
In Eigeninitiative gründete Bea Mathey die Abteilung Bambini und Junioren der Tanzgarde ins Leben. Es wurden zusätzlich Kontakte zu weiteren Vereinen geknüpft.
Ab 2001 wurde nun auch alljährlich ein Sessionslied kreiert. Michael Stüber schreibt bis heute die Lieder, die sowohl zum Mitsingen einladen als auch die Eigenheiten des Hühsches Karneval beschreiben. Das wohl bekannteste Lied ist “He op de Hüh sin mir jebore.”
2005 wurde erstmals ein Prinzenpaar aus Breitscheid proklamiert unter dem Vorsitz von Michael Reitz.
Gleichzeitig wurde eine Internetpräsenz im weltweiten Computernetzwerk aufgebaut. Unter “www.mir-hale-pool.de” kann sich nun die ganze Welt einen Einblick in den Karneval ob Hüh und Scheldche verschaffen dank dem vereinseigenen Web-Administrator
Im darauffolgenden Jahr 2006 erstmals ein Prinz aus Elsbach, Uwe und Tanja Lenz. Der Aktionsradius der KG erweitere sich. Somit beginnt die “heiße Phase” der KG schon mittwochs mit dem Besuch der Möhnen in Breitscheid.
Der Karneval op Hüh und Scheldche hat sich zwischenzeitlich zum gesellschaftlichen Jahreshöhepunkt entwickelt. Der Umzug wird von Jahr zu Jahr größer. Die Beteiligung hiesiger Vereine und die Bereitschaft derBevölkerung lassen die Karnevalsstimmung auf Hochtouren kommen.
Einige Bilder aus der Vereinsgeschichte!
sollten sie im Besitz alter Bilder sein wären wir Ihnen sehr dankbar, wenn sie sich mit uns in Verbindung setzen könnten.
